Labor

Heißwand-Retortenöfen bis 1100 °C

Retortenofen NRA 150/09 mit automatischer Begasung und Prozesssteuerung H3700 Retortenofen NRA 25/06 mit Begasungspaket

Innenbeheizung Retortenöfen NRA ../06

Bajonett-Schnellverschluss für die Retorte, auch mit elektrischem Antrieb als Zusatzausstattung

Parallelschwenktür zum Öffnen des Retortenofens im heißen Zustand als Zusatzausstattung

Diese gasdichten Retortenöfen sind je nach Temperatur mit direkter oder indirekter Beheizung ausgestattet. Sie eignen sich hervorragend für vielfältige Wärmebehandlungsprozesse, die eine definierte Schutz- oder Reaktionsgasatmosphäre erfordern. Auch für die Wärmebehandlung unter Vakuum bis 600 °C lassen sich diese kompakten Modelle auslegen. Der Ofenraum besteht aus einer gasdichten Retorte, die mit einer Wasserkühlung im Türbereich zum Schutz der speziellen Abdichtung ausgerüstet ist. Ausgerüstet mit der entsprechenden Sicherheitstechnik eignen sich Retortenöfen auch für Anwendungen unter Reaktionsgasen wie z.B. Wasserstoff oder, ausgeführt mit dem IDB-Paket, für das inerte Enbindern oder für Pyrolyseprozesse.

Je nach dem für den Prozess erforderlichen Temperaturbereich kommen unterschiedliche Modellvarianten zum Einsatz:

Modelle NRA ../06 mit Tmax 650 °C

  • Innerhalb der Retorte angeordnete Heizelemente
  • Temperaturgleichmäßigkeit bis zu +/- 5 °C innerhalb des Nutzraumes
  • Retorte aus 1.4571
  • Umwälzventilator im hinteren Bereich der Retorte zur Optimierung der Temperaturgleichmäßigkeit

Modelle NRA ../09 mit Tmax 950 °C

  • Außen liegende Beheizung mit Heizelementen um die Retorte herum
  • Temperaturgleichmäßigkeit bis zu +/- 5 °C innerhalb des Nutzraumes
  • Retorte aus 1.4841
  • Umwälzventilator im hinteren Bereich der Retorte zur Optimierung der Temperaturgleichmäßigkeit

Modelle NR ../11 mit Tmax 1100 °C

  • Außen liegende Beheizung mit Heizelementen um die Retorte herum
  • Temperaturgleichmäßigkeit bis zu +/- 5 °C innerhalb des Nutzraumes
  • Retorte aus 1.4841
 

Retortenofen NRA 25/09 Retortenofen NRA 50/09 H2

Vakuumpumpe zum Kaltevakuieren der Retorte

Basisausführung

  • Kompaktes Gehäuse in Rahmenbauweise mit eingesetzten Edelstahlblechen
  • Regelung und Begasung in das Ofengehäuse integriert
  • Geschweißte Chargierauflagen in der Retorte bzw. Luftleitkasten in den Öfen mit Atmosphärenumwälzung
  • Rechtsseitig angeschlagene Schwenktür mit offenem Kühlwassersystem
  • Je nach Ofengröße Regelung für 950 °C- und 1100 °C-Version in eine oder mehrere Heizzonen aufgeteilt
  • Temperaturregelung als Ofenregelung ausgeführt mit Temperaturmessung außerhalb der Retorte
  • Begasungsystem für ein nicht brennbares Schutz- oder Reaktionsgas mit Durchflussmesser und Handventil
  • Anschlussmöglichkeit für Vakuumpumpe zum Kaltevakuieren
  • Evakuierbar bis 600 °C mit optionaler Vakuumpumpe
  • Bestimmungsgemäße Verwendung im Rahmen der Betriebsanleitung
  • NTLog Basic für Nabertherm-Controller: Aufzeichnen von Prozessdaten mit USB-Stick

Zusatzausstattung

  • Aufrüstung für weitere nicht brennbare Gase
  • Automatische Begasung inkl. MFC-Durchflussregler für wechselnde Volumenströme, gesteuert über Prozesssteuerung H3700, H1700
  • Vakuumpumpe zum Evakuieren der Retorte bis 600 °C, erreichbares Vakuum je nach Pumpe bis zu 10-5 mbar
  • Kühlsystem zur Verkürzung der Prozesszeiten
  • Wärmetauscher mit geschlossenem Kühlwasserkreislauf für Türkühlung
  • Messeinrichtung für Restsauerstoffgehalt
  • Türheizung
  • Temperaturregelung als Chargenregelung ausgeführt mit Temperaturmessung in und außerhalb der Retorte
  • Magnetventil für Gaseinlass, zu schalten über die Regelung
  • Prozesssteuerung und -dokumentation über VCD-Softwarepaket oder Nabertherm Control-Center NCC zur Überwachung, Dokumentation und Steuerung
 

Retortenofen NRA 300/09 H2 für die Wärmebehandlung unter Wasserstoff Chargierung des Retortenofens NRA 300/06 mittels Hubstapler
H2-Ausführung für den Betrieb mit brennbarem Prozessgasen

Bei der Verwendung von brennbarem Prozessgasen wie z.B. Wasserstoff wird der Retortenofen zusätzlich mit der erforderlichen Sicherheitstechnik ausgerüstet und geliefert. Als sicherheitsrelevante Sensoren kommen nur bewährte Bauteile mit entsprechender Zertifizierung zum Einsatz. Der Ofen wird über ein fehlersicheres SPS-Steuerungssystem (S7-300F/Sicherheitssteuerung) geregelt.

  • Einleitung brennbares Prozessgas bei geregeltem Überdruck von 50 mbar relativ
  • Zertifiziertes Sicherheitskonzept
  • Prozesssteuerung H3700 mit SPS-Regelung und Grafik-Touch Panel zur Dateneingabe
  • Redundante Gaseinlassventile für Wasserstoff
  • Überwachte Vordrücke aller Prozessgase
  • Bypass zum sicheren Spülen des Ofenraumes mit Inertgas
  • Fackel zur thermischen Nachverbrennung der Abgase
  • Notflutbehälter zum Spülen des Ofens im Fehlerfall
 

Retortenofen NR 150/11 IDB mit thermischer Nachverbrennung

IDB-Ausführung für das Entbindern unter nicht brennbaren Schutzgasen oder für Pyrolyse-Prozesse

Die Retortenöfen der Baureihen NR und NRA eignen sich hervorragend für das Entbindern unter nicht brennbaren Schutzgasen oder für Pyrolyse-Prozesse. In der IDB-Ausführung sind die Retortenöfen mit einem Sicherheitskonzept ausgeführt, bei dem der Ofenraum überwacht mit einem Schutzgas gespült wird. Abgase werden in einer Abgasfackel verbrannt. Sowohl das Spülen als auch die Fackelfunktion sind überwacht, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

  • Prozessführung unter überwachtem geregelten Überdruck von 50 mbar relativ
  • Prozesssteuerung H1700 mit SPS-Regelung und Grafik-Touch Panel zur Dateneingabe
  • Überwachter Gasvordruck des Prozessgases
  • Bypass zum sicheren Spülen des Ofenraumes mit Inertgas
  • Fackel zur thermischen Nachverbrennung der Abgase
ModellTmaxModellTmaxNutzraumabmessungen in mmNutzvolumenElektrischer
 °C °Cbthin lAnschluss*
NRA 17/..650 oder 950NR 17/111100225350225173phasig
NRA 25/..650 oder 950NR 25/111100225500225253phasig
NRA 50/..650 oder 950NR 50/111100325475325503phasig
NRA 75/..650 oder 950NR 75/111100325700325753phasig
NRA 150/..650 oder 950NR 150/1111004507504501503phasig
NRA 200/..650 oder 950NR 200/11110045010004502003phasig
NRA 300/..650 oder 950NR 300/1111005909005903003phasig
NRA 400/..650 oder 950NR 400/11110059012505904003phasig
NRA 500/..650 oder 950NR 500/11110072010007205003phasig
NRA 700/..650 oder 950NR 700/11110072013507207003phasig
NRA 1000/..650 oder 950NR 1000/111100870135087010003phasig
*Hinweise zur Anschlussspannung siehe Seite 60
 

Kaltwand-Retortenöfen bis 2400 °C bzw. bis 3000 °C

Retortenofen SVHT 9/24-W mit Wolframbeheizung

Graphit-Heizmodul

Zylindrische Retorte mit Wolframbeheizung

Kühlwasserverteilung

Die Retortenöfen der Baureihe SVHT bieten im Vergleich mit den VHT-Modellen (Seite 54 ff.) eine weitere Steigerung der Leistungsdaten hinsichtlich erreichbarem Vakuum und Maximaltemperatur. Durch die Ausführung als Schachtofen mit Wolframbeheizung lassen sich mit den Retortenöfen SVHT ..-W Prozesse bis max. 2400 °C sogar im Hochvakuum realisieren. Die Retortenöfen SVHT ..-GR mit Graphitbeheizung, ebenfalls als Schachtofen ausgeführt, können in Edelgasatmosphäre sogar bis max. 3000 °C betrieben werden.

  • Standardgrößen mit 2 oder 9 Liter Ofenraum
  • Ausgeführt als Schachtofen, Chargierung von oben
  • Rahmenbauweise mit eingesetzten Edelstahl-Strukturblechen
  • Doppelwandiger, wassergekühlter Edelstahlbehälter
  • Manuelle Bedienung der Prozessgas- und Vakuumfunktionen
  • Manuelle Begasung für ein nicht brennbares Prozessgas
  • Trittstufe vor dem Retortenofen für ergonomische Beschickungshöhe
  • Behälterdeckel mit Gasdruckstoßdämpfern
  • Schalt- und Regelanlage sowie Begasung integriert im Ofengehäuse
  • Bestimmungsgemäße Verwendung im Rahmen der Betriebsanleitung
  • NTLog Basic für Nabertherm-Controller: Aufzeichnen von Prozessdaten mit USB-Stick
  • Weitere Standard-Produkteigenschaften, siehe Beschreibung der Standardausführung der Modelle VHT

Beheizungsalternativen

SVHT ..-GR

  • Einsetzbar für Prozesse:
    • Unter Schutz- oder Reaktionsgasen oder im Vakuum unter Beachtung entsprechender Temperaturobergrenzen
    • Unter Edelgas Argon bis 3000 C
  • Max. Vakuum je nach eingesetztem Pumpentyp bis 10-4 mbar
  • Beheizung: Graphitheizelemente, zylindrisch angeordnet
  • Isolierung: Graphitfilzisolierung
  • Temperaturmessung durch optisches Pyrometer

SVHT ..-W

  • Einsetzbar für Prozesse unter Schutz- oder Reaktionsgasen oder im Vakuum bis 2400 °C
  • Max. Vakuum je nach eingesetztem Pumpentyp bis 10-5 mbar
  • Beheizung: zylindrisches Wolframheizmodul
  • Isolierung: Wolfram- und Molybdänstrahlbleche
  • Temperaturmessung mit Thermoelement Typ C
  • Zusatzausstattung, wie z.B. automatische Prozessgassteuerung oder Ausführung für den Betrieb mit brennbaren Gasen inkl. Sicherheitssystem siehe Modelle VHT
ModellTmaxNutzraumabmessungenNutzvolumenAußenabmessungen in mmHeizleistung inElektrischer
 °CØ x h in mmin lBTHKW1Anschluss*
SVHT 2/24-W2400150 x 1502,5130025002000553phasig
SVHT 9/24-W2400230 x 2309,5140029002100953phasig
         
SVHT 2/30-GR3000150 x 1502,5140025002100653phasig
SVHT 9/30-GR3000230 x 2309,51500290021001153phasig
1Anschlusswert je nach Ausführung höher *Hinweise zur Anschlussspannung siehe Seite 60
 

Kaltwand-Retortenöfen bis 2400 °C

Retortenofen VHT 500/22-GR H2 mit CFC-Prozesseinsatzkasten und Erweiterungspaket für den Betrieb mit Wasserstoff Retortenofen VHT 100/15-KE H2 mit Faserisolierung und Erweiterungspaket für den Betrieb mit Wasserstoff, 1500 °C

Wärmebehandlung von Kupferstäben unter Wasserstoff im Retortenofen VHT 8/16-MO

Die kompakten Retortenöfen der Baureihe VHT sind als elektrisch beheizte Kammeröfen mit Graphit-, Molybdän- Wolfram- oder MoSi2-Beheizung konzipiert. Sowohl durch ihre variablen Beheizungskonzepte als auch durch ihr umfangreiches Zubehör bieten diese Retortenöfen die Möglichkeit, auch technisch anspruchsvolle Kundenprozesse zu realisieren.

Der vakuumdichte Prozessbehälter ermöglicht Wärmebehandlungsprozesse entweder unter Schutz- und Reaktionsgasatmosphären oder im Vakuum je nach Ofenspezifikation bis 10-5 mbar. Der Basisofen ist für den Betrieb mit nicht brennbaren Schutz- oder Reaktionsgasen oder im Vakuum geeignet. Die H2-Ausführung erlaubt den Betrieb unter Wasserstoff oder anderen brennbaren Gasen. Kern dieser Ausführung ist ein zertifiziertes Sicherheitspaket, welches zu jeder Zeit einen sicheren Betrieb ermöglicht und im Fehlerfall ein entsprechendes Notprogramm einleitet.

Alternative Beheizungsspezifikationen

Grundsätzlich sind die folgenden Modellvarianten für unterschiedliche Prozessanforderungen erhältlich:

VHT ../..-GR mit Graphitisolierung und -beheizung

  • Einsetzbar für Prozesse unter Schutz- und Reaktionsgasen oder im Vakuum
  • Tmax 1800  °C oder 2200  °C (2400 °C als Zusatzausstattung)
  • Max. Vakuum je nach eingesetztem Pumpentyp bis10-4 mbar
  • Graphitfilzisolierung

VHT ../..-MO oder VHT ../..-W mit Molybdän- oder Wolframbeheizung

  • Einsetzbar für hochreine Prozesse unter Schutz- und Reaktionsgasen oder unter Hochvakuum
  • Tmax 1200  °C, 1600  °C oder 1800  °C (siehe Tabelle)
  • Max. Vakuum je nach eingesetztem Pumpentyp bis 10-5 mbar
  • Isolierung aus Molybdän- bzw. Wolframstrahlblechen

VHT ../..-KE mit Faserisolierung und Beheizung über Heizelemente aus Molybdändisilizid

  • Einsetzbar für Prozesse unter Schutz- und Reaktionsgasen oder an Luft oder unter Vakuum
  • Tmax 1800  °C
  • Max. Vakuum je nach eingesetztem Pumpentyp bis10-2 mbar (bis 1300  °C)
  • Isolierung aus hochreiner Aluminiumoxidfaser
 

Standardausführung für alle Modelle

Graphit-Heizeinsatz

Molybdän-Heizeinsatz

Wolfram-Heizeinsatz

Keramikfaser-Isolierung

Basisausführung

  • Standardgrößen 8 - 500 Liter Ofenraum
  • Allseitig wassergekühlter Prozessbehälter aus Edelstahl, mit temperaturbeständigen O-Ringen abgedichtet
  • Gestell aus stabilen Stahlprofilen, servicefreundlich durch leicht abnehmbare Edelstahl-Verkleidungsbleche
  • Gehäuse des Modelles VHT 8 auf Rollen zum einfachen Verfahren des Ofens
  • Kühlwasserverteiler mit Hand-Absperrhähnen in Vor- und Rücklauf, automatische Durchflussüberwachung, offenes Kühlwassersystem
  • Einstellbare Kühlwasserkreisläufe mit Durchfluss- und Temperaturanzeige und Übertemperatursicherungen
  • Schaltanlage und Controller im Gehäuse integriert
  • Prozesssteuerung H700 mit übersichtlichem 7“-Touchpanel zur Programmeingabe und Visualisierung,10 Programme à 20 Segmente speicherbar
  • Temperaturwählbegrenzer mit einstellbarer Abschalttemperatur für thermische Schutzklasse 2 gem. EN 60519-2
  • Manuelle Bedienung der Prozessgas- und Vakuumfunktionen
  • Manuelle Begasung für ein Prozessgas (N2 , Ar oder brennbares Formiergas) mit einstellbarem Durchfluss
  • Bypass mit Handventil zum schnellen Auffüllen oder Fluten des Ofenraumes
  • Gasauslass mit Überströmventil für Ofenbetrieb im Überdruck (20 mbar relativ)
  • Einstufige Drehschieberpumpe mit Kugelhahn zum Vorevakuieren und für Wärmebehandlungen im Grobvakuum bis 5 mbar
  • Manometer zur visuellen Drucküberwachung
  • Bestimmungsgemäße Verwendung im Rahmen der Betriebsanleitung
  • NTLog Basic für Nabertherm-Controller: Aufzeichnen von Prozessdaten mit USB-Stick

Zusatzausstattung

  • Tmax 2400  °C ab Modell VHT 40/..-GR
  • Gehäuse optional teilbar zum Einbringen durch kleine Türöffnungen (VHT 8)
  • Manuelle Begasung für zweites Prozessgas (N2 , Ar oder nicht brennbares Formiergas) mit einstellbarem Durchfluss und Bypass
  • Prozesseinsatzkasten aus Molybdän, Wolfram, Graphit oder CFC, besonders empfehlenswert für Entbinderungsprozesse. Der Kasten mit direktem Gaseinlass und -auslass wird im Ofenraum installiert und dient der Verbesserung der Temperaturgleichmäßigkeit. Während der Entbinderungsphase werden die binderhaltigen Abgase direkt aus dem Einsatzkasten ausgetragen. Durch einen Wechsel der Begasungswege nach der Entbinderungsphase wird eine gereinigte Prozessgasatmosphäre während des Sinterprozesses erreicht.
  • Chargenthermoelement mit Anzeige
  • Temperaturmessung bei Modellen für 2200  °C über Pyrometer und Thermoelement Typ S mit automatischer Herausziehvorrichtung für sehr gute Regelergebnisse im unteren Temperaturbereich (ab VHT 40/..-GR)
  • Zweistufige Drehschieberpumpe mit Kugelhahn zum Vorevakuieren und für Wärmebehandlungen im Feinvakuum (bis zu10-2 mbar)
  • Turbo-Molekularpumpe mit Absperrschieber zum Vorevakuieren und für Wärmebehandlungen im Hochvakuum (bis zu10-5 mbar) inkl. elektrischem Druckaufnehmer und Vorpumpe
  • Weitere Vakuumpumpen auf Anfrage
  • Wärmetauscher mit geschlossenem Kühlwasserkreislauf
  • Automatikpaket mit Prozesssteuerung H3700
    • 12“-Grafik-Touchpanel
    • Eingabe aller Prozessdaten wie Temperaturen, Heizraten, Bagasung, Vakuum über das Touchpanel
    • Visualisierung aller prozessrelevanten Daten auf einem Prozessleitbild
    • Automatische Begasung für ein Prozessgas (N2, Ar oder nicht brennbares Formiergas) mit einstellbarem Durchfluss
    • Bypass zum Fluten und Auffüllen des Behälters mit Prozessgas gesteuert über das Programm
    • Automatisches Vor- und Nachprogramm inkl. Lecktest für sicheren Ofenbetrieb
    • Automatischer Gasauslass mit Faltenbalgventil und Überströmventil für Ofenbetrieb im Überdruck (20 mbar relativ)
    • Druckaufnehmer für Absolut- und Relativdruck
  • Massen-Durchflussregler für wechselnde Volumenströme und Erzeugung von Gasgemischen mit zweitem Prozessgas (nur mit Automatikpaket)
  • Partialdruckbetrieb: Schutzgaseinleitung bei geregeltem Unterdruck (nur mit Automatikpaket)
  • Prozesssteuerung und -dokumentation über VCD-Softwarepaket oder Nabertherm Control-Center NCC zur Überwachung, Dokumentation und Steuerung
 

Retortenofen VHT 8/16‑MO mit Automatikpaket Retortenofen VHT 40/22-GR mit motorischer Hubtür und Frontrahmen zum Anschluss einer Glovebox

Einstufige Drehschieberpumpe für Wärmebehandlungen im Grobvakuum bis 5 mbar

Zweistufige Drehschieberpumpe für Wärmebehandlungen im Vakuum bis 10-2 mbar

Turbo-Molekularpumpe mit Vorpumpe für Wärmebehandlungen im Vakuum bis 10-5 mbar

H2-Ausführung für den Betrieb mit Wasserstoff oder anderen brennbaren Gasen

In der H2-Ausführung können die Retortenöfen unter Wasserstoff oder anderen brennbaren Gasen betrieben werden. Für diese Anwendungen werden diese Anlagen zusätzlich mit der erforderlichen Sicherheitstechnik ausgerüstet. Als sicherheitsrelevante Sensoren kommen nur bewährte Bauteile mit entsprechender Zertifizierung zum Einsatz. Die Retortenöfen werden über eine fehlersichere Steuerung (S7-300F/Sicherheitssteuerung) geregelt.

  • Zertifiziertes Sicherheitskonzept
  • Automatikpaket
  • Redundante Gaseinlassventile für Wasserstoff
  • Überwachte Vordrücke aller Prozessgase
  • Bypass zum sicheren Spülen des Ofenraumes mit Inertgas
  • Drucküberwachter Notflutbehälter mit automatisch öffnendem Magnetventil
  • Abgasfackel (elektrisch- bzw. gasbeheizt) zur H2-Nachverbrennung
  • Atmosphärenbetrieb: H2-Einleitung bei geregeltem Überdruck (50 mbar relativ) im Prozessbehälter ab Raumtemperatur

Zusatzausstattung

  • Partialdruckbetrieb: H2-Einleitung bei geregeltem Unterdruck (Partialdruck) im Prozessbehälter ab 750  °C Ofenraumtemperatur
  • Prozesseinsatzkasten im Prozessbehälter zum Entbindern unter Wasserstoff
  • Prozesssteuerung und -dokumentation über Nabertherm Control-Center NCC zur Überwachung, Dokumentation und Steuerung
 

Retortenofen VHT 40/16-MO H2 mit Erweiterungspaket für Wasserstoff und Prozesseinsatzkasten
Prozesseinsatzkasten für inertes Restentbindern

Bestimmte Prozesse erfordern das Entbindern der Charge unter nicht brennbaren Schutz- oder Reaktionsgasen. Für diese Prozesse empfehlen wir grundsätzlich einen Heißwand-Retortenofen (siehe Modelle NR… oder SR…). In diesen Retortenöfen kann sichergestellt werden, dass die Bildung von Kondensatablagerungen bestmöglich vermieden wird.

Sofern es sich nicht vermeiden lässt, dass auch im VHT-Ofen während des Prozesses Restbinder in geringen Mengen entweicht, sollte der Retortenofen entsprechend ausgeführt werden.

Der Ofenraum wird mit einem zusätzlichen Prozesseinsatzkasten ausgestattet, der einen direkten Auslass in die Abgasfackel besitzt, aus dem das Abgas direkt abgeführt werden kann. Mit diesem System wird die Verunreinigung des Ofenraums durch Abgase, die beim Entbindern entstehen, deutlich vermindert.

Je nach Abgaszusammensetzung kann die Abgasstrecke mit unterschiedlichen Optionen ausgeführt werden:

  • Abgasfackel zum Verbrennen der Abgase
  • Kondensatfalle zur Abscheidung von Binder
  • Abgasnachbehandlung je nach Prozess über Wäscher
  • Beheizter Abgasauslass zur Vermeidung von Kondensatablagerungen in der Abgasstrecke
 VHT .../..-GRVHT .../..-MOVHT .../18-WVHT .../18-KE
Tmax1800 °C oder 2200 °C1200 °C oder 1600 °C1800 °C1800 °C
Inertgas
Luft/Sauerstoff---
Wasserstoff3,4331,3
Grob-, Feinvakuum (>10-3 mbar)²
Hochvakuum (<10-3 mbar)4²
Werkstoff HeizerGraphitMolybdänWolframMoSi2
Werkstoff IsolierungGraphitfilzMolybdänWolfram/MolybdänKeramikfaser
1Tmax reduziert sich auf 1400 °C 3nur mit Sicherheitspaket für brennbare Schutz- und Reaktionsgase
2abhängig von Tmax 4bis 1800 °C
ModellInnenabmessungen des Prozesseinsatzkastens in mmVolumen
 bthin l
VHT 8/..1202101503,5
VHT 40/..25043025025,0
VHT 70/..32547532550,0
VHT 100/..42550042590,0
VHT 250/..575700575230,0
VHT 500/..725850725445,0
ModellInnenabmessungen in mmVolumenMax. Ofen-Außenabmessungen in mmHeizleistung in kW4
 bthin lbeladung/kgBTHGraphitMolybdänWolframKeramikfaser
VHT 8/..170240200851250 (800)1110020002719/3435012
VHT 40/..300450300403016002100230083/103254/60313030
VHT 70/..3755003757050170025002400105/125270/100315055
VHT 100/..45055045010075190026002500131/155290/1403auf Anfrage85
VHT 250/..6007506002501753000143003100180/2102auf Anfrageauf Anfrageauf Anfrage
VHT 500/..7509007505003503200145003300220/2602auf Anfrageauf Anfrageauf Anfrage
1bei separater Schaltanlageneinheit 31200 °C/1600 °C
21800 °C/2200 °C 4Anschlusswert je nach Ausführung höher